
Datum: 16.06.1944
Einheit: Fl.Ü.G 1
F/H Heimatflug
Absturzort: (bei) Fürstenfeldbruck
-> Hofhegnenberg
Grund: Absturz inf. Motorbrand
Typ: He 177 A-5
Werknummer: 550119
Schaden: 100%
Pilot: Ofw. Burckhard, Eugen (gef.)
Besatzung: (Bw) Ofw. Brell, Josef [gef.]; Übrige Besatzung unverletzt / FSA
Gestartet: ?
An diesem Juni Tag machte sich eine He 177 vermutlich zum Flugplatz Lechfeld auf um Schulverluste der letzten Wochen zu ersetzten.
Kurz vor ihrem Ziel kam es wohl über dem Fürstenfeldbrucker Umland zu einen Motorbrand am rechten Flügel. Der DB 610 Motor war bekannt für dieses Problem.
In Richtung Westen fliegend gab der Pilot Über Haspelmoor die Anweisung abzuspringen, was auch mindestens zwei Mann der Besatzung taten.
Nach späteren Erzählungen der Beiden wollte es der Pilot noch über den Wald schaffen und wollte durch das Abspringen der Besatzung Gewicht einsparen.
Die Maschine hatte schon viel an Höhe verloren und in Hofhegnenberg wurde Sie als fliegender Feuerball war genommen.
Dann kam es zum Unglück. Die Maschine kippte mit der brennenden Seite weg und stürzte ab. Für beide an Bord gebliebenen Besatzungsmitglieder kam jede Hilfe zu spät.
Bis heute ist den Zeugen des Unglücks im Kopf geblieben wie schnell die Luftwaffenangehörige von Flugplatz Lechfeld kamen um bei der Bekämpfung des Feuers zu helfen und aufzuräumen. Sie vermuten, der Pilot hatte schon im Flieger den Flugplatz verständigt und von der Situation berichtet. Mindestens zwei Besatzungsmitglieder die bei Haspelmoor mit dem Fallschirm gelandet sind kamen am Abend noch vorbei um die Absturzstelle zu begutachten.
Pilot Ofw. Eugen Burckhard geboren am 31.10.1911 in Rappach bei Öhringen wurde 32 Jahre alt.
Bordwart Ofw. Josef Brell geboren am 01.02.1915 in Dresden wurde 29 Jahre alt.
Die Meldung an den Generalquartiermeister

Die Absturzstellen im Jahr 2026.
Lange Zeit sind hier keine Bäume gewachsen.
Die Maschine muss recht flach in den Wald gestürzt sein. Herr K., der als Kind die Unfallstelle besuchte konnte sich noch sehr gut an das große Hakenkreuz am Seitenruder erinnern. Das Seitenruder muss noch recht komplett gewesen sein nach dem Absturz.
Die Reste der Maschine wurden mit Fuhrwerken aus dem Wald gebracht.
Nach dem Krieg wurde an der Stelle auch noch einmal nachgegraben und die letzten Reste der Maschine geborgen.



Ein geschmolzenes Stück Aluminium und ein Teil des Funkgeräts konnten noch an der Stelle entdeckt werden.
Ich möchte mich herzlichst bei Herrn W. für seine Hilfe bedanken sowie bei Herrn K. und D., für die Erzählungen und das Sie mir die Absturzstelle gezeigt haben!