He 111 H-16, Eismannsberg, 20.11.1943

Datum: 20.11.43
Staffel: 7.
Einheit: KG 53
Heimatflug
Absturzort: Eismannsberg (bei)
Grund: Absturz inf. Schlechtwetter
Typ: He 111 H-16
Werknr.: 161885
Markierung/Gruppe: III.
Schaden: 100%
Pilot: Ofw. Bürmester, Paul (gef.)
Besatzung: (B) Oblt. Großendorfer, Hans [gef.] / (Bf) Ofw. Lindemann, Helmut [gef.] / (Bs) Uffz. Knobloch, Walter [gef.]
Gestartet: Gablingen
Das Flugzeug befand sich auf einem Verlegungsflug von der Werft in Orleans (Frankreich) über Gablingen zur Ostfront. Wegen schlechtem Wetter flog die Maschine auf der Suche nach dem Flugplatz Gablingen sehr tief und raste zwischen Eismannsberg und Eurasburg in den Wald. Der Alkoholgeruch am Absturzort stammte von Cognac aus Frankreich, daher prägte die örtliche Bevölkerung den Begriff „Cognac-Bomber“.
Ein damaliger Zeuge berichtete, dass es Nebelig war und er vor seiner Haustüre stand, als er um ca. 6 Uhr Abends plötzlich zuerst eine schwarze Silhouette sah und kurz darauf ein mehrmotoriges Flugzeug mit brüllenden Motoren und Vollgas ca. 8 bis 10 Meter über seinem Kopf schoss. Die Kanzel mit Piloten war gut sichtbar. Er ahnte schon was kommt und ca. 10 Sekunden später war ein dumpfer Knall zu hören. Die Motoren waren dagegen verstummt.
Am nächsten Tag besichtigte er den Unfallort, an dem sich ein grausiger Anblick bot. Teile der Toten waren in der ganzen Umgebung verteilt und sogar auf einer Höhe von bis zu 10m in Bäumen zu finden. Die Baume hatte das Flugzeug von unten aufgerissen und zerfetzt.
Interessant ist noch zu erwähnen, dass nach damaliger Angabe ein falsch eingestellter Höhenmesser zum Absturz geführt haben soll.
Oberleutnant Hans Großendorfer (Geboren: 11.8.1914) erhielt posthum das Ritterkreuz zum eisernen Kreuz am 19.4.1944.
Grab: Austrian/German War Graves Salzburg Row: 35. Grave: 22.

Die Maschine schlug beim Absturz eine Schneise in den Wald die bis heute erkennbar ist.

Und kam an dieser Stelle zum liegen.




Unbekannte Fundstücke
Ich danke Frau L. für Ihre Hilfe!