Bf 109 G-6, Ebersberger Forst, 18.03.1944

Datum: 18.03.1944
Staffel: 1.
Einheit: JG 301
F/H Feindflug
Absturzort: Ebersberger Forst, 3 km nördl. Forsthaus "St.Hubertus"
Grund: Luftkampf, Absturz
Typ: Bf 109 G-6
Werknummer: 162373
Gruppe: I.
Schaden: 100%
Pilot: Fw. Laubenheimer, Franz (gef.)
Bemerkung: RLV, Südost
Gestartet: Neubiberg
Am 18. März 1944 wurden mehrere Ziele im süddeutschen Raum von 738 B-17 und B-24 sowie 925 Begleitjägern der Typen P-47, P-38 und P-51 der 8th US-Air Force angegriffen.
Dem entgegen stellte sich die Luftwaffe mit 247 Jägern und Zerstörern. Die in Neubiberg liegende erste Gruppe führte einen Alarmstart durch und bald traffen die beiden Seiten aufeinander.
Ein Straßenarbeiter berichtet diesem Nachmittag dem Gendarmerieposten Ebersberg ,, Ungefähr eine 3/4 Stunde dürfte jetzt vergangen sein, als ich starkes Flugzeuggeräusch wahrnehmen konnte. Ich hörte auch, dass mit Maschinengewehren geschossen wurde und nahm sofort an, dass währen des Terrorangriffes auf die Stadt München von zwei abgetriebenen Flugzeugen über dem Staatsforst bei Ebersberg ein Luftkampf stattfindet. Wenige Minuten später, es war gegen 14:45 Uhr hörte ich ein lauten Krach und nahm sogleich an, dass eines der beiden Flugzeuge über dem Staatsforst abgestürzt ist. Nach dem lauten Krach sah ich in gleicher Richtung über dem Staatsforst ein anderes Flugzeug etwas steil in die Höhe fliegen und in den Wolken verschwinden. ,,
Daraufhin wurde sofort eine Gruppe von Soldaten entsandt und nach ca. 1,5 Stunden Suche wurde die völlig zerschellte Maschine gefunden. Ein paar Meter daneben lag der Tote Pilot Fw. Franz Laubenheimer. Er musste noch versucht haben im letzten Moment aus dem Flugzeug zu springen.
Danach wurde der Fliegerhorst Erding verständigt, der am nächsten Tag ein Bergungstrupp zur Beseitigung der Trümmer schickte.
Fw. Franz Laubenheimer wurde am 24.08.1919 in Neustadt an der Haardt (heute Weinstraße) geboren und war zum Zeitpunkt seines Absturzes 24 Jahre alt. Wo sich sein Grab heute befindet konnte ich bis jetzt nicht ermitteln.

Fw. Franz Laubenheimer
Bild: Jagdgeschwader 301/302 "Wilde Sau" von Willi Reschke
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Die Absturzstelle. In der Bildmitte ist noch leicht die Vertiefung zu erkennen.
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Ein abgebrochenes und eingerolltes Stückchen des Propellerblatts & Ein Teil der Flügelunterseite mit Rahmen einer Wartungsklappe.
Ich danke Herrn R. für das Bild!